Vision, Strategie, Ziele

Nicht nur die Grundlage einer jeden Geschäftstätigkeit, sondern vor allem ein Führungsinstrument, das Individualleistungen und Motivation effizient koordiniert.

Quick-Read: Vision, Strategie, Ziele – Die Essenz

  • Vision, Strategie, Ziele und Aufgaben sind untrennbare, aber unterschiedliche Elemente
  • Klarheit schafft Handlungsfähigkeit und vermeidet Ineffizienz
  • Jeder muss seinen Beitrag zur Zielerreichung kennen
  • Ziele sind gut formuliert, wenn die, die sie verantworten, erklären und Beispiele nennen können „wie ist es, wenn es gut ist?“
  • Regelmäßige Reflexion stellt sicher, dass Sie auf Kurs bleiben
Warum Klarheit den Unterschied macht.

In meiner Arbeit mit Unternehmen erlebe ich immer wieder, dass der entscheidende Unterschied zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Organisationen nicht in den individuellen Fähigkeiten der Mitarbeitenden liegt, sondern in der Klarheit über Vision, Strategie und Ziele. Viele Unternehmen und ihre Mitarbeitenden handeln zwar, aber oft ohne klare Ausrichtung oder gar Koordination. Das führt zu Ineffizienzen, Frustration und verlorener Energie. – Bis hin zu existenziellen Problemen.

Erfolgreiche Unternehmen hingegen haben tendenziell drei Dinge gemeinsam: Sie wissen, wohin sie wollen (Vision), sie wissen, wie sie dorthin kommen (Strategie), und sie wissen, woran sie erkennen, ob sie auf dem richtigen Weg sind (Ziele). Diese Klarheit ist keine Momentaufnahme, sondern Ergebnis eines kontinuierlichen Prozesses. Dieser erfordert regelmäßige Reflexion, ggf. Anpassung und die Bereitschaft, sich mit den eigenen Annahmen kritisch auseinanderzusetzen.

Vision, Strategie, Ziele und Aufgaben - untrennbare Elemente
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Oft werden Vision, Strategie und Ziele verwechselt oder gleichgesetzt. Dabei erfüllen sie ganz unterschiedliche Funktionen, die jedoch untrennbar miteinander verbunden sind. Aufgaben hingegen erkennt fast jeder als basales Element betrieblicher Aktivitäten (Output). Doch worauf zahlen die erfüllten Aufgaben ein (Outcome)?

Die Vision ist der erstrebenswerte Zielzustand, der oft nur schwer oder gar nicht vollständig erreichbar ist. Sie dient als Nordstern, der Orientierung gibt und zeigt, wohin sich das Unternehmen entwickeln soll. Eine gute Vision beantwortet die Frage: „Wie wird es sein, wenn es richtig gut verlaufen ist? – Sich alle Bemühungen in Summe auszahlen?“

Die Strategie beschreibt den Weg, wie die Vision erreicht werden soll. Sie definiert die Schritte, Prioritäten und Ressourcen, die notwendig sind, um sich der Vision zu nähern. Eine klare Strategie beantwortet die Frage: „Wie kommen wir dorthin?“

Ziele sind die konkreten, messbaren Meilensteine auf dem Weg zur Vision. Oder symatisch ausgedrückt: „Wenn wir dieses Zustand erreichen wollen, und zwar auf diesem Weg, dann müssen wir folgende Schritte gegangen sein…“. Ziele geben Antwort auf die Frage: „Was müssen wir konkret tun, um voranzukommen?“ Im Gegensatz zur Vision sind Ziele realistisch und erreichbar und vor allem i.d.R. messbar.

Die Wirkkette: Von der Vision zur täglichen Aktivität

Die Verbindung zwischen Vision, Strategie, Zielen, Aufgaben und Aktivitäten bildet eine Wirkkette, die sicherstellt, dass alle Handlungen im Unternehmen auf ein gemeinsames Ziel (und letztendlich eine Vision) ausgerichtet sind.

Diese Kette funktioniert am besten, wenn sie sowohl Top-Down als auch Bottom-Up gestaltet wird. Die Vision und Strategie werden zumeist auf Unternehmensführungsebene definiert – natürlich unter Einbeziehung wichtiger Stakeholder. Ziele, Aufgaben und Aktivitäten werden hingegen auf operativer Ebene erarbeitet. Im besten Fall werden Ziele auf Unternehmensführungebene konsolidiert und koordiniert. Beide Ansätze benötigen Aushandlungs- und Abstimmungsräume, um sicherzustellen, dass jeder seinen Beitrag leisten kann – im Rahmen der übergeordneten Ausrichtung.

Vision gibt die Richtung vor

Die Strategie definiert den Weg und die Prioritäten.

Ziele setzen messbare Meilensteine.

Aufgaben konkretisieren, was getan werden muss.

Aktivitäten beschreiben das operative Wie der Umsetzung der Aufgaben.

Firmenwerte und -prinzipien spielen eine zentrale Rolle bei der Visions-, Strategie- und Zielfindung.

Firmenwerte und -prinzipien sind keine leeren Floskeln, sondern die Grundlage für Entscheidungen und Handlungen. Sie geben Antwort auf die Frage: „Wie wollen wir miteinander umgehen und was ist uns wichtig?“. Am Beispiel der Strategie wird es augenfällig: Wenn es mehrere strategische Optionen gibt, entscheidet zumeist die Werthaltung, welche Option überhaupt passend und gangbar erscheint.

Wenn Vision, Strategie und Ziele im Einklang mit den Werten und Prinzipien des Unternehmens stehen, entsteht eine kohärente Ausrichtung. Mitarbeitende verstehen nicht nur, was sie tun sollen, sondern auch, warum sie es tun. Das bietet die Möglichkeit für Identifikation, Verantwortungsbereitschaft und das Einbringen eigener Motivation.

Die Kunst der Zielformulierung: Von vagen Wünschen zu handlungsweisenden Vorgaben

Viele Zielformulierungen bleiben vage (bspw. „mehr Kundenzufriedenheit“ oder „effizientere Abläufe“). Effektive Ziele sind spezifisch, messbar und verantwortlich zugewiesen. Mein Ansatz:

  1. Sparring durch reflektierende Fragen
  2. Praxistest: Können Verantwortliche das Ziel erklären und Beispiele nennen?
  3. Methoden wie SMART als Leitfaden

Ein Ziel ist aus meiner Sicht hinreichend beschrieben, wenn diejenige Person, die Verantwortung für dieses Trägt, dieses problemlos erklären, konkrete Handlungsansätze ableiten und selber feststellen kann, ob dieses erreicht wurde.

Wie Visionen entstehen und warum sie oft vage beginnen

Visionen entwickeln sich oft schrittweise. Wichtig ist ihre Orientierungsfunktion. Externe Perspektiven helfen, sie verständlich zu formulieren und auch eine gewisse Bildhaftigkeit sicherzustellen.

Jeder Beitrag zählt – die Leitfrage für alle Akteure

Eine zentrale Frage, die sich jeder im Unternehmen stellen sollte, lautet: „Wie trägt mein Beitrag zum Erreichen der Firmenziele und der Vision bei?“

Diese Frage sollte regelmäßig im Arbeitsalltag gestellt werden, um Transparenz, Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative zu schaffen. Auf Mitarbeiterebene entsteht so ein richtungsweisendes Verständnis für das, was benötigt wird, und das, was man selbst beitragen kann. Und dies, ohne dass man direkt von „Purpose“ sprechen muss.

Warum Transparenz und Kommunikation entscheidend sind.

Nutzen Sie Audio-/Videoformate, um zu erklären:

  • Wie Ziele entstanden sind
  • Welche Motivation dahintersteht
  • Was das für den Arbeitsalltag bedeutet

Stellenbeschreibungen als Schlüssel zur Klarheit

Gute Stellenbeschreibungen zeigen, wie die Stelle zum Gesamterfolg beiträgt, welche Ziele damit verbunden sind und wie Erfolg gemessen wird.

Mein Unterstützungsangebot: Klarheit schaffen – Handlung ermöglichen

Mein Ansatz beginnt mit den Grundlagen, also mit sondierenden Fragen:

  • Welche Rolle spielen klare Ziele bereits in Ihrem Alltag?
  • Wie ist sichergestellt, dass jeder im Unternehmen seine und ihre Ziele erklären können?

Gemeinsam erarbeiten wir eine Übersicht, die zeigt:

  • Abhängigkeiten zwischen Vision, Strategie und Zielen.
  • Einflussgrößen und Prioritäten.
  • Blickwinkel der Beteiligten.

Dabei setze ich auf Methoden wie die 3D-Weltenmethode, die meinen Kunden hilft, Zusammenhänge sichtbar zu machen, Prioritäten und Entscheidungen transparent zu gestalten.

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