Teamentwicklung
Entwicklung kann dort stattfinden, wo verstanden wurde, was der gewünschte Zielzustand ist. Dafür braucht es aus meiner Sicht Austauschformate, Workshops und ganz viel Diskurs. Nur so werden „Betroffene“ zu Beteiligten und bestenfalls motivierte Akteure, die den Wunsch haben, zur Teamentwicklung beizutragen.
Die eigentliche Entwicklung macht das Team. In einem 1-3-tägigen Workshop werden Fundamente gelegt, und Teams sowie deren Führungskräfte entscheiden sich für Richtungen, Methoden und „eigene Spielregeln“. Aber die Entwicklung braucht auch Zeit, sich im Alltag des Teams zu manifestieren. Daher biete ich auch regelmäßige Check-ins an, die nach der Auftaktveranstaltung helfen, die eingeschlagenen Entwicklungspunkte gezielt abzuschreiten und das eigentliche Entwicklungsziel im Auge zu behalten.
Ein Teamworkshop ist dann am effektivsten, wenn jeder möglichst aktiv an der Zielstellung mitgearbeitet hat. Wenn Diskussionen und Austausch unterschiedliche Sichtweisen vermitteln und ein gemeinsames Verständnis erarbeiten. Auch wenn dieses nicht immer jedem „schmecken muss“.
Mein Ansatz und Verständnis von Teamentwicklung: Eigenverantwortung und Rollenverständnis.
Es geht um überfachliche Kompetenzen, um Skills, die fernab von individueller Sachlichkeit die effektive Zusammenarbeit und gemeinsame Zielerreichung unterstützen. Und da sind wir beim Kern angekommen. Eine wichtige Prämisse: Ich spreche von einem Team nur dann, wenn dieses ein gemeinsames Ziel verfolgt – im Idealfall unter der Leitung einer Führungskraft. Andernfalls handelt es sich eher um Kolleginnen und Kollegen, die in einer Organisation zusammenarbeiten.
Zurück zum Team: Natürlich spielt Fachlichkeit eine wichtige Rolle. Doch kann diese alleine Erfolg sicherstellen? Meine Erfahrung sagt ganz klar: nein. Es braucht Koordination, Kommunikation, gegenseitiges Verständnis füreinander sowie rollenverteiltes Zusammenarbeiten. Denn wer kennt nicht ein Beispiel, bei dem ein Team von fachlichen Expertinnen und Experten nicht in der Lage waren, gesteckte Ziele zu erreichen? Nicht weil es an Sachlichkeit mangelte. Nein, weil die Koordination und Effizienz nicht gegeben war.
Sachlichkeit der Teammitgleider reicht meist nicht. Erst überfachliche Kompetenzen und gegenseitiges Verständnis ermöglicht Erfolg und Zielerreichung.
Warum ich den Begriff "Teamentwicklung" eigentlich gar nicht mag, aber dennoch nutze
Ich mag den Begriff „Teamentwicklung“ nicht, wenn er als „da kommt jemand (Experte) und entwickelt ein Team in unserer Organisation an ein bis zwei Tagen und dann ist alles gut“ verstanden wird. Ich entwickle Teams nicht, ich helfe ihnen, sich eigenständig zu entwickeln. Ist das ein Unterschied? Ja, für mich ist das sogar ein essenzieller Unterschied.
Entwicklung von außen ist meist nicht nachhaltig, auch wenn sich unmittelbar vielleicht „Erfolge“ einstellen. Wer kennt es nicht: Eine Person sagt einem: „Mach es so, dann wird es besser“ – und ja, das klappt auf den ersten Anlauf auch meist. Aber wie verhält es sich im weiteren Verlauf, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, wenn der externe Impuls nicht wieder verstärkend auf einen einwirkt? Wenn man sich nicht „beobachtet fühlt, jetzt nach dem extern als gut empfundenen Impuls“ zu handeln? Was passiert, ist dass man wieder in alte Muster verfällt.
Und eben da ist der Unterschied zwischen „extern vorgeben“ und „intrinsisch motiviert, auf Erfahrung basiert sich selber bzw. das Team entschieden, fortan andere Verhaltensmuster zu zeigen. Weil die Einzelperson oder die Gruppe für sich selber erkannt hat, dass bestimmte bisherige Muster nicht hilfreich erscheinen – und zwar aus eigener Einsicht und Erkenntnis, nicht aus externer Vorgabe.
Bitte nicht falsch verstehen: Natürlich gibt es auch Situationen, in denen eine externe Vorgabe zu Verhaltensweisen bzw. zu einzuhaltenden Spielregeln indiziert und hilfreich ist. Zugleich spielt sich eine überwiegende Mehrzahl der Bedarfe, die zu einer Buchung von Teamentwicklungsmaßnahmen führen, im Bereich ab, der nachhaltig und als entwicklungsorientiert bezeichnet wird.
Teamentwicklung ist in erster Linie für mich Hilfe zur Selbsthilfe. Dann erst ist Nachhaltigkeit möglich und wahrscheinlich.
Wann sollte sich ein Team aus eigenen Erfahrungen und Überzeugungen heraus entwickeln?
Ein neues Team formt sich
Neugründung, Einzelpersonen kommen zusammen, um ihr gemeinsames Teamziel zu erreichen.
Konflikte kommen auf, häufen sich
Das Team bemerkt, dass die Zusammenarbeit nicht mehr oder schon seit einiger Zeit nicht mehr effizient funktioniert, möchte sich auf neue Herausforderungen einstellen und hinderliche Konflikte lösen.
Wechsel der Führungskraft
Eine neue Führungskraft kommt ins Team, und es gilt, sich gemeinsam auf einen „Modus Operandi“ zu verständigen, der eine tragfähige Basis für zielgerichtete Zusammenarbeit darstellt.
Neue Arbeitsprozesse / -Methoden für arbeitsteiliges, rollenverteiltes Arbeiten
Welche Rollen haben wir im Team, wie agieren diese zusammen und was benötigen diese voneinander, um die Arbeitsprozesse effizient zu gestalten?
Schnittstellenarbeit gestaltet sich schwierig oder wird von außen als ineffizient beschrieben
Sind wir klar und abgestimmt in unserem Vorgehen bzw. haben wir unsere Arbeitsweisen aufeinander un mit unseren Schnittstellen abgestimmt?
Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um über die folgenden Fragen nachzudenken. Sie können Ihnen helfen, die aktuellen Strukturen und Prozesse in Ihrer Organisation zu reflektieren und mögliche Bereiche für Verbesserungen zu identifizieren. Gerne unterstütze ich Sie bei weiteren Schritten.
Können alle im Team ihr Teamziel sowie die erfolgskritischen Maßnahmen auf dem Weg dorthin klar benennen?
Kennen alle Teammitglieder ihre Rollen und die Erwartungen untereinander?
Hat das Team Methoden vereinbart und nutzt diese auch, was im Fall beginnender Konflikte getan werden soll?
Sind Prozesse, Arbeitsmethoden und Schnittstellen bekannt und werden diese auch gelebt?
Verfügt das Team über ein klares „Profil“, mit dem es wahrgenommen wird?
Arbeitet das Team in hybriden Settings (Remote und vor Ort) möglichst effizient zusammen?
Wie steht es um die psychologische Sicherheit im Team? Fühlt sich jeder „sicher, sich in Situationen einzubringen, die ggf. ohne Intervention zu Fehlern geführt hätten?“
Als erfahrener Trainer, Berater und Coach biete ich Ihnen Unterstützung in den folgenden Bereichen. Dabei stehen Ihre individuellen Bedarfe und Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle. Denn es muss „zu Ihnen und Ihrer Organisation passen“, was nachhaltig sein will.
Ziele des Teams klar, transparent und operationalisierbar formulieren.
Ich unterstütze Sie dabei, Ihre (Team-)Ziel klar zu formulieren, zu priorisieren sowie im Team und darüberhinaus kommunizieren zu können.
Identifikation von Rollen inkl. deren erfolgskritische Kompetenzen und Skills – Entwicklungsplanung.
Wir definieren die Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb des Teams und identifizieren die erfolgskritischen Kompetenzen und Fähigkeiten. Dies hilft, die Stärken jedes Teammitglieds zu nutzen und gezielte Entwicklungsmaßnahmen zu planen.
Erarbeitung eigener „teaminterner Spielregeln“, die ein psychologisch-sicheres Arbeitsumfeld begünstigen.
Gemeinsam entwickeln wir teaminterne Spielregeln, die ein vertrauensvolles und sicheres Arbeitsumfeld fördern. Dies unterstützt die offene Kommunikation und die Zusammenarbeit im Team.
Profilerstellung des Teams in der Innen- & Außenkommunikation.
Wir erstellen ein klares Profil des Teams, das sowohl intern als auch extern kommuniziert wird. Dies hilft, die Identität und die Stärken des Teams zu betonen und eine positive Wahrnehmung zu fördern.
Coaching von Fach- & Führungskräfte in ihrer Rolle im Team.
damit Ziele nicht nur eine bürokratische Übung sondern viel mehr ein alltägliches Führungsinstrument wird.
Impulse für hybride Zusammenarbeitsformen.
Wir erarbeiten Strategien und Methoden für eine effektive Zusammenarbeit in hybriden Arbeitsumgebungen. Dies umfasst sowohl die technische als auch die zwischenmenschliche Ebene, um eine nahtlose und produktive Zusammenarbeit zu gewährleisten.
Im Spotlight!
interpersonal Skills LAB
Ein Simulationstraining im Raumschiff, bei dem Teams und Führungskräfte hautnah erleben, wie überfachliche Kompetenzen effektive Zusammenarbeit im Team steigern. Eine besondere Umgebung mit alltags-realistischen Rahmenbedingungen und messbaren Ergebnissen, die in den Alltag transferiert werden können.
Kontaktieren Sie mich gerne, um mehr darüber zu erfahren, wie ich Sie bei der Entwicklung Ihres Teams unterstützen kann. Gemeinsam entwickeln wir ein auf Ihre Bedarfe hin abgestimmtes Konzept.