Vom Sinn und Zweck von Visionen, Strategie und Zielen
Ich beschreibe es einmal andersherum: Wer Ineffizienzen, unkoordinierte Einzelaktionen oder das Gefühl, „nie genug zu tun“, fördern bzw. geschehen lassen möchte, der braucht nicht weiterlesen. Denn genau das passiert, wenn Ziele zwar formuliert, aber nicht durchdacht, nicht gelebt und nicht gemeinsam getragen werden. Daher werde ich nachfolgend Good-Practice-Ansätze und meine Erfahrung teilen, wie Ziele ein wertvolles Werkzeugen im Arbeitsalltag werden.
Ziele zu definieren, ist kein Selbstzweck. Es geht nicht darum, etwas auf Papier zu bringen und bürokratische Vorgaben zu erfüllen. Sondern Rahmenbedingungen zu schaffen, die allen Beteiligten Klarheit geben: Wohin geht die Reise? Woran erkennen wir, dass wir angekommen sind? Und wie stellen wir sicher, dass der Weg dorthin nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig ist?
Vielleicht kennen Sie solche Formulierungen: „Wir steigern den Umsatz.“ Oder: „Wir verbessern die Qualität.“ Doch was bedeuten diese Aussagen konkret? Befähigen sie diejenigen, die sie umsetzen sollen, wirklich dazu, ihr Handeln danach auszurichten? Oder bleiben sie vage Wünsche, die im operativen Alltag untergehen?
Hier stellt sich die Frage: Was ist der eigentliche Output – und was ist das Outcome, das wir erreichen wollen? Output ist das, was wir tun. Outcome ist das, was sich dadurch verändert. Und genau hier liegt der Unterschied zwischen „irgendetwas machen“ und „etwas bewirken“.
An dieser Stelle müsste ich jetzt eigentlich auch auf den Zusammenhang von Zielen, Strategie und Vision eingehen. Da dies ein wichtiges Thema für sich ist, verschiebe ich dies auf ein anderes Mal.
Wie ich meinen Kunden helfe, Ziele als Management- und Führungswerkzeug bewusst zu nutzen
Meine Unterstützung: Nicht als Besserwisser, sondern als Sparringspartner, der hilft, dass sie Ziele so formulieren, dass sie nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch im Alltag wirken.
Mein Ansatz:
Kritische Reflexion: Ich stelle Fragen, bis die Zielformulierung so klar ist, dass sie jeder verstehen und umsetzen kann. – Bis ein möglichst gemeinsames Verständnis entsteht
Partizipative Erarbeitung: In Workshops oder Einzelgesprächen arbeiten wir gemeinsam daran, Ziele aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten – etwa aus Sicht der Führung, der Mitarbeitenden oder der Kunden.
Praktische Umsetzbarkeit: Am Ende geht es nicht um Theorie, sondern darum, dass die Verantwortlichen (die „Owner“) die Ziele eigenverantwortlich tragen und umsetzen können.
Rückfall-Profilaxe: Meine Kunden legen sich eine Methode zurecht, die möglichst verhindern hilft, dass Ziele im stressigen Alltag schnell wieder in die Bedeutungslosigkeit abrutschen.
Denn eines ist klar: Die besten Ziele nützen nichts, wenn sie nicht gelebt werden. Und sie werden nicht gelebt, wenn sie nicht verstanden, akzeptiert und internalisiert sind.
Fragen, die Sie sich stellen sollten
Welches Ihrer aktuellen Ziele ist vage formuliert – und wie könnten Sie es präziser fassen?
Wer müsste in die Zieldefinition einbezogen werden, um Akzeptanz und Umsetzung zu sichern?
Wie messen Sie heute den Erfolg Ihrer Ziele – und wäre ein anderer Ansatz sinnvoller?
Wie stellen Sie sicher, dass die Ziele im Arbeitsalltag eine Rolle spiele und stets visibel sind?
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